Infektionen und Erkrankungen, gegen die es einen Impfschutz gibt

    Gegen einige Infektionskrankheiten, die in warmen Ländern gehäuft auftreten, gibt es Impfungen, die hier in alphabetischer Reihenfolge beschrieben werden - Fortsetzung:

    Poliomyelitis (Kinderlähmung)
    Kinderlähmung In afrikanischen und asiatischen Ländern ist diese Virus-Krankheit noch verbreitet. Eigentlich ist de Name irreführend: auch Erwachsene können erkranken. Die Kinderlähmung ist eine Erkrankung, bei der es durch den Befall des Zentralnervensystems zu Lähmungen kommen kann. Häufig bilden sich diese nicht zurück. Die "Polioviren" werden meist durch fäkale Kontakt- und Schmierinfektionen von Mensch zu Mensch übertragen.

    Vor Reisen in Länder, in denen die Viren noch vorkommen, sollte alle 10 Jahre der Poliomyelitis-Impfschutz aufgefrischt werden. Hierfür stehen auch Kombiimpfstoffe zusammen mit Tetanus und Diphtherie zur Verfügung.

    Tetanus (Wundstarrkrampf)
    Die Tetanus-Bazillen sind weltweit verbreitet: in Erde, auf Holz, im Staub, im Heu. Die Bakterien gelangen meist über kleine Wunden in den Körper. Ihr Gift blockiert die motorischen Nervenendungen und ruft eine krampfhafte Starre der Muskulatur hervor. 30 bis 90% der Erkrankungen enden tödlich. In jedem Fall dauert die Erkrankung sehr lange und hinterlässt keine Immunität. Nur die vorbeugende Impfung schützt vor einer Erkrankung. Lassen Sie deshalb Ihren Tetanus-Schutz, am besten in Kombination mit der Diphtherie-Impfung - auch unabhängig von einer Reise - alle 10 Jahre auffrischen. Die Kosten dafür übernehmen die Krankenkassen.

    Tollwut
    In vielen Ländern, vor allem in Lateinamerika, Afrika und besondere Asien, ist die Tollwut wesentlich häufiger als bei uns. Dennoch stehen dort im Notfallnur selten gut verträgliche Impfstoffe oder Seren zur Verfügung. Vermeiden Sie deshalb jeglichen Kontakt mit Tieren, speziell mit herumstreunenden Hunden. Wenn Sie in diese Länder reisen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Möglichkeiten und den Nutzen einer vorbeugenden Tollwut-Impfung.

    Nach einem Biss von einem tollwutverdächtigen Tier muss kurzfristig eine Impfung mit einem von der WHO empfohlenen Impfstoff durchgeführt werden.


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Quelle: BZgA