Infektionen und Erkrankungen, gegen die es einen Impfschutz gibt

    Gegen einige Infektionskrankheiten, die in warmen Ländern gehäuft auftreten, gibt es Impfungen, die hier in alphabetischer Reihenfolge beschrieben werden - Fortsetzung:

    Meningokokken-Meningitis (Hirnhautentzündung)
    afrikanischer Markttag Diese durch Bakterien übertragene Gehirnhautentzündung kommt weltweit vor, besonders häufig in der Trockenzeit (Dezember bis Mai) im afrikanischen "Meningitisgürtel", der sich südlich der Sahara von West- nach Ostafrika erstreckt. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion über die Atemwege. Dies kann in überfüllten Verkehrsmitteln oder bei großen Menschenansammlungen wie z.B. auf einem Wochenmarkt passieren. Im Allgemeinen ist für Reisende das Ansteckungsrisiko gering.

    Für den Fall, dass Sie in der Sahelzone Afrikas eng mit Einheimischen zusammenleben oder als Pilger an religiösen Festen in heiligen Stätten teilnehmen möchten oder in Ihrem Reiseland gerade eine Epidemie abläuft, stehen gut verträgliche Impfstoffe zur Verfügung. Darüber hinaus sollten sich auch Schüler, Studenten und andere Menschen impfen lassen, die zu längeren Aufenthalten in Länder reisen, welche generell die Meningokokken-Impfung für Jugendliche (z.B. England, Irland, Spanien) oder gefährdete Gruppen (z.B. Neuankömmlinge in Internaten der USA) empfehlen.

    Pneumokokken
    Die Pneumokokken-Erreger sind weltweit verbreitet und besiedeln oft auch bei Gesunden den Nasen-Rachenraum. Sie werden durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen und können insbesondere bei älteren Personen über 60 Jahre, bei immungeschwächten Menschen (z.B. HIV-Infektionen, Krebsleiden), bei chronisch Kranken (z.B. mit Krankheiten, die Herz-Kreislauf oder Lunge betreffen oder bei Zuckerkrankheit) zu schweren Krankheitsverläufen führen und mit Komplikationen einhergehen. Lassen Sie sich impfen, wenn Sie zu dem besonders gefährdeten Personenkreis gehören (s.o.). Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen und meist auch von den privaten Krankenversicherungen übernommen.


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Quelle: BZgA