Gegen einige Infektionskrankheiten, die in warmen Ländern gehäuft auftreten, gibt es Impfungen, die hier in alphabetischer Reihenfolge beschrieben werden - Fortsetzung:
Hepatitis B
Die Hepatitis B gehört zu den verbreitetsten und gefährlichsten Virusinfektionen. Die Erreger verursachen eine Leberentzündung, die bei einem chronischen Verlauf in eine Leberzirrhose oder Leberkrebs übergehen kann. Sie werden meist durch ungeschützte sexuelle Kontakte und direkt durch Blut, aber auch durch verunreinigte Spritzen und Nadeln übertragen, z.B. auch bei Tätowierung, Piercing oder Akkupunktur. Die Schutzimpfung, die bei Personengruppen mit erhöhtem Risiko und bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt wird, ist auch für Fernreisende und für sexuell nicht nur monogam lebende Menschen sehr empfehlenswert. Auch ein Kombinationsimpfstoff gegen Hepatitis A und B ist verfügbar.
Japanische Enzephalitis (Gehirnentzündung)
Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine durch Stechmücken übertragene Virusinfektion, die ausschließlich im Fernen Osten, Süd- und Ost-Asien vorkommt. Das Risiko daran zu erkranken, ist für die meisten Reisenden sehr gering. Aus diesem Grund kommt eine Impfung vor allem für Rucksackreisende in Frage, die während der Regenzeit für mindestens 4 Wochen ländliche Gebiete bereisen und keine Möglichkeit haben sich vor Mücken zu schützen. Der Impfstoff gegen JE ist in Deutschland nicht im Handel. Es empfiehlt sich, ggf. ein Tropeninstitut oder eine Gelbfieberimpfstelle aufzusuchen, die den Impfstoff bei Bedarf importieren können.
Masern
Die Masern stellen in vielen Entwicklungsländern nach wie vor ein großes Gesundheitsproblem dar. Die Erkrankung verläuft vor allem bei schlecht ernährten Kleinkindern in bis zu 10% der Fälle tödlich. Wer bisher noch nicht an Masern erkrankt ist und keine oder nur eine Masernimpfung erhalten hat, sollte sich vor der Reise mit MMR-Impfstoff impfen lassen. Prinzipiell gilt dies auch für alle ungeimpften oder nicht immunen Erwachsenen, die in ein Endemiegebiet reisen. Bei noch nicht gegen Masern geimpften Säuglingen, die mit in südliche Länder reisen, kann die MMR-Impfung bereits ab dem 9. Lebensmonat verabreicht werden. In diesem Fall muss die 2. MMR-Impfung bereits zu Beginn des 2. Lebensjahres erfolgen.